Während sich wahrscheinlich jeder von uns schon einmal mit der
geflügelten Frage "Warum ist die Banane krumm?" in der einen oder
anderen Weise konfrontiert sah, macht sich die Bürokratie in Brüssel
Gedanken um die Krümmung einer Banane und legt fest, welchen
Krümmungsgrad sie vorzuweisen hat, um eine "echte" Banane zu sein. So
jedenfalls ein Vorwurf, der immer wieder zu hören ist und der schon in vielen
Medien zu lesen war, um uns den "Normierungswahn" der EU plakativ vor
Augen zu führen. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine der
zahlreichen Mythen, die EU-Skeptiker gerne unter die Bevölkerung
bringen und die durch hartnäckiges Wiederholen fester Bestandteil in der
öffentlichen Meinung werden. Es stimmt wohl, daß je nach Krümmungsgrad, Größe,
Aussehen und Gewicht die Zuordnung in verschiedene Handelsklassen
erfolgt, das trägt allerdings zur Vergleichbarkeit bei und ist keine
Erfindung der Europäischen Union, sondern ein weltweit bestehender
Standard, der von den Vereinten Nationen und der OECD erarbeitet wurde
und der die bis zu 25 unterschiedlichen nationalen Regelungen innerhalb
der EU ersetzt. |
 |