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Mit der Europawahl im Juni 2009 wurden in ganz Europa 736
Abgeordnete zum Europäischen Parlament für die Dauer von fünf Jahren
gewählt. Da die Ratifizierung des Reformvertrages von Lissabon noch
nicht abgeschlossen ist, gilt weiterhin der Vertrag von Nizza, der eine
Verkleinerung des Parlaments (von 785 auf 736 Abgeordnete) bewirkt. Österreich
entsendet daher nur mehr 17 (statt bislang 18) Abgeordnete nach Brüssel.
Mit dem Vertrag von Lissabon würde die Anzahl der Europaparlamentarier
auf 751 steigen, Österreich wäre dann mit zwei zusätzlichen Mandataren
vertreten (ein weiteres Mandat stünde entsprechend dem Wahlergebnis vom
7. Juni 2009 der SPÖ, ein erstes dem BZÖ zu).
Hatten schon bisher selbst politisch Interessierte fallweise das
Problem, nicht alle österreichischen Europaabgeordnete namentlich
aufzählen zu können, dürfte das mit den letzten Europawahlen noch etwas
schwieriger geworden sein, denn einige neue Gesichter zogen ins
Europaparlament ein. Gesichter, die bislang in der Öffentlichkeit nicht
immer präsent waren.
So schickte die ÖVP beispielsweise eine Grazer Rechtsanwältin und
frühere Gemeinderätin ins Rennen
um ein Mandat im Europäischen Parlament, die außerhalb der
Steiermark nur wenigen ein Begriff sein dürfte: Mag. Dr. Hella Ranner |