Sein Programm beginnt ganz "harmlos", er
verwickelt das Publikum in Gespräche, witzelt über ein Liebespaar in der
ersten Reihe und erkundigt sich über die Studienfortschritte einer "Bachelorine",
eine eben von ihm geschaffene Wortkreation, die die weibliche Form des
Bachelors meint. Ganz wie in den Ankündigungen versprochen, geht es ums
Abnehmen, er zeigt Übungen, erklärt dem Publikum, den Kalorienverbrauch
beim Sex: angefangen vom Ausziehen, bis zum Überziehen des Kondoms -
mitsamt seiner unterschiedlichen Variationen.
Doch plötzlich krümmt sich Herbert Steinböck vor Schmerzen auf der
Bühne, er beginnt über die Ängste der Männer zu sprechen, über Impotenz,
Erektionsspritzen, Urologen und den Tod. Nein, aus dem Kabarettprogramm wird keine
Tragödie, ganz im Gegenteil, das Publikum erfährt in heiterer Weise mehr
über "Männergesundheit" und den Hintergrund des Titels
"Bananensplitter". Herbert Steinböck arbeitet in diesem Programm ein
Stückchen Autobiographie auf - die Diagnose "Prostatakrebs", mit der er
2003 konfrontiert wurde.
Mit grandiosen Sketches, gepaart mit sensationeller Mimik und viel Wortwitz, führt er das Publikum durch
wenig heitere Themen wie "Prostataentfernung" und "Erektile Dysfunktion"
- obwohl schon auffällt, daß manchem Mann das Lachen im Hals stecken
bleibt, während Frauen lauthals auflachen. Herbert Steinböck versteht es
gekonnt, sein eigenes Psychodrama in erlesenes Kabarett zu verpacken. |
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