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Arbeitswelten
OMV - Raffinerie Schwechat
| Dieser gravierende Unterschied zwischen Morgen und Abend liegt nicht etwa darin begründet, daß die Raffinerie in den Morgenstunden unter Hochdruck Rohöl verarbeiten würde und abends die Produktion einstellt - die Rohölverarbeitung pausiert nie, die Raffinerie arbeitet rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Wer gegenüber einem OMV-Mitarbeiter von der "rauchenden" Raffinerie spricht, dem fällt selbiger sogleich ins Wort und korrigiert auf "dampfende" Raffinerie. Und tatsächlich, was wir als hohe Rauchsäulen wahrnehmen, ist Wasserdampf, der bei der Kühlung der Produktionsprozesse entsteht. Das ist auch der Grund, warum in den (kühlen) Morgenstunden soviel vermeintlicher "Rauch" auftritt, während am Abend durch die tagsüber erwärmte Luft dieser Wasserdampf nicht mehr in so hohem Umfang entsteht. |
| Wie sich die OMV überhaupt eines verantwortungsvollen Umganges mit der Umwelt bewußt ist - allein schon aus wirtschaftlichen Interessen, denn ein Verstoßen gegen strenge (gesetzliche) Auflagen und Vorschriften käme nicht nur sehr teuer, sondern würde auch das Image des Großkonzerns nachhaltig schädigen, von zu erwartenden Folgekosten ganz abgesehen. Daher geht der Konzern auch ganz bewußt einen Schritt weiter und setzt - europaweit einmalig - eine ganze Reihe freiwilliger Maßnahmen zum Umweltschutz. |
| Interessant auch die wechselvolle Geschichte der Raffinerie: Schon im Februar 1938, nach nur zwei Jahren Bauzeit, von der damaligen NOVA Öl- und Brennstoffgesellschaft AG in Betrieb genommen, wurde sie gleich einen Monat später nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich in die "Deutsche Erdöl AG" eingegliedert. |
| Erst nach Unterzeichnung des Staatsvertrages wurde die Raffinerie 1955 der Republik Österreich zurückgegeben - dennoch mußten bis 1963 noch insgesamt 7,7 Millionen Tonnen Rohöl als Reparationsleistungen an die Sowjetunion geliefert werden. |
| 2004 stieg der Konzern mit dem Erwerb von 51 Prozent des staatlichen rumänischen Ölkonzerns Petrom zum unbestrittenen Marktführer in Zentral- und Osteuropa auf. Heute ist die OMV ein "Global Player" und ein Paradebeispiel einer österreichischen Erfolgsgeschichte. |






